Seen, Klammen und Berge in Österreich: für Einheimische und Gäste
Wer abseits der bekannten Namen unterwegs sein möchte, findet in fast jedem Tal ein Ziel, das nur regional bekannt ist. Genau dort lohnt der Weg oft am meisten.
Die wichtigsten Zieltypen
Nationalparks decken mehrere Zonen ab, vom Hochgebirge im Nationalpark Hohe Tauern bis zum Steppensee im Nationalpark Neusiedler See.
Grob lässt sich das Land in vier Zonen teilen: die Hochalpen im Westen und Süden, die Voralpen, das Donautal mit den Hügellandschaften und die pannonische Ebene im Osten.
Seen und Bergseen
Viele Seeufer sind teilweise privat oder kostenpflichtig. Öffentliche Zugänge existieren, sind aber nicht überall gleich gut ausgeschildert.
Der Grüne See in der Steiermark ist ein Sonderfall, weil sein Wasserstand jahreszeitlich stark schwankt. Baden und Tauchen sind dort inzwischen untersagt.
Klammen und Schluchten
Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele. Wer weiterstöbern möchte, wird hier fündig.
Der Eintritt liegt üblicherweise im einstelligen Eurobereich und finanziert die Instandhaltung der Anlagen, die jedes Frühjahr überprüft werden müssen.
| Hochalpen | Tirol, Salzburg, Kärnten | Juni bis Oktober |
| Seen | Salzkammergut, Kärnten | Mai bis September |
| Klammen | quer durch die Alpenregionen | Frühjahr bis Herbst |
| Flachland und Steppensee | Burgenland | ganzjährig |
Sicher unterwegs im Gelände
Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung.
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo. Gesammelt sind die einzelnen Einträge unter znaki.fm/at-de/places.
Was sich mit Kindern eignet
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
Die Wegzeit mit Kindern liegt realistisch beim Anderthalb- bis Doppelten der angegebenen Dauer. Das sollte in die Planung einfließen.
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Flussradwege sind eine eigene Kategorie von Ausflugszielen. Der Donauradweg ist durchgehend beschildert und in Etappen gut planbar.
Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.
Zwischen Schnee und Stadtbesuch
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
Die Tage sind kurz. Ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig, was bei jeder Tourenplanung im Winter einzurechnen ist.
- Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Ausrüstung
- Rund 300 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg einplanen
- Gewitter bilden sich im Sommer meist am Nachmittag
- Stirnlampe wiegt wenig und rettet den späten Abstieg
Almen und ihre Saison
Almhütten sind meist von Juni bis September bewirtschaftet. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine Verpflegung und oft auch kein Wasser.
Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Öffentlich oder mit dem Auto?
Bei beliebten Zielen sind Parkplätze im Sommer früh voll. Manche Täler sind an Spitzentagen für den Individualverkehr gesperrt.
Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.
Kosten und Eintritte
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Wer außerhalb der Hauptsaison unterwegs ist, zahlt bei Unterkünften deutlich weniger, hat dafür ein eingeschränktes Angebot.
Gebaute Geschichte im Land
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Urbane Ziele im Land
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Handyempfang ist in Seitentälern und Schluchten oft nicht vorhanden. Karten sollten offline verfügbar sein.
Die Jahreszeiten und ihre Ziele
Öffnungszeiten von Klammen, Bahnen und Hütten sind saisonal. Wer außerhalb der Hauptsaison fährt, sollte sie einzeln prüfen.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Zum Schluss
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Wie kommt man ohne Auto zu den Zielen?
Über Bahn und Postbus, in vielen Regionen ergänzt durch Wanderbusse. Diese verkehren nur saisonal und stehen nicht im Standardfahrplan.
Was bedeuten die Farben der Wegmarkierungen?
Blau steht für leichte, Rot für mittlere und Schwarz für anspruchsvolle Wege. Schwarz setzt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus.
Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?
Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.
